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Sicherer Schulweg gefährdet
von rolf armbruster
Die Elterntaxis, das altbekannte Problem - sie sollten bei dem Thema "Schulwegsicherheit" im Vordergrund stehen. Ich fahre fast täglich an der Kreuzung Hoffeldstraße / Leinfeldener Straße vorbei. Die Eltern parken selbst in den absoluten Halteverbotszonen rücksichtslos, obwohl diese insbesondere für den Bus und dessen notwendigen Fahrradien eingerichtet wurden. Dasselbe gilt für den Bereich der Ausfahrt der Freiwilligen Feuerwehr Degerloch-Hoffeld. Erschwerend kommt hinzu, dass der Verkehr durch die Sperrungen der Reutlinger Straße in Bereich der Kreuzung Hoffeldstraße / Leinfeldener Straße zugenommen hat. Es entstehen somit verstärkt kritische Situationen, die vor allem für Schülerinnen und Schüler, aber auch andere Personen, Autos und Busse Gefahr bringen.
Die Eltern halten und parken in den erwähnten Bereichen mit einer Arroganz und Kaltschnäuzigkeit, die ihresgleichen sucht. Nicht nur, dass gehalten und behindert wird, auch braucht es selbstverständlich Geduld, bis Mamas oder Papas ihre Kleinen aus den Autos geleitet haben, damit diese sicher den Sprung über den Bordstein schaffen. Auch wenn die Kinder schon auf dem Weg ins Schulgebäude sind, telefoniert man trotzdem noch eine Weile. Wehe, es drängelt dann jemand oder hupt gar! Dafür gibt es überhaupt kein Verständnis. Absolutes Halteverbot? Nur interessant, wenn andere den Weg versperren. Schließlich hält man selbst ja nur ganz kurz!
Wichtige Details zum absoluten Halteverbot:
* Bedeutung: Absolutes Haltverbot bedeutet, dass man sein Fahrzeug nicht einmal für eine Sekunde stehen lassen darf.
* Geltungsbereich: Es gilt nur auf der Straßenseite, auf der das Schild steht.
* Pfeile zur Begrenzung:
Pfeil zeigt zum Fahrbahnrand (Anfang) - das Verbot beginnt ab dem Schild.
Pfeil zeigt von der Fahrbahn weg (Ende) - das Verbot endet an diesem Schild.
Doppelpfeil (Anfang und Ende) - das Verbot gilt vor und hinter dem Schild.
* Ende ohne Pfeil: Ohne Pfeil endet das Verbot an der nächsten Kreuzung oder Einmündung.
* Unterschied zum eingeschränkten Haltverbot (VZ 286): Im eingeschränkten Haltverbot ist kurzes Halten (bis zu drei Minuten) zum Ein-/Aussteigen oder Be-/Entladen erlaubt, im absoluten Halteverbot hingegen nie.
Die Problematik an der Filderschule ist seit vielen Jahren bekannt. Da es etliche Eltern aber nach wie vor nicht schert, ist Strafe der einzige Weg, die lang anhaltende Situation in den Griff zu bekommen. Auch mit Kontrollen durch uniformierte Polizisten zu den Hauptzeiten morgens und nachmittags, bei Beginn und Schulende, wird es bei Ermahnungen und allenfalls kurzfristigen Verbesserungen bleiben.
Der Einsatz von Ordnungskräften in zivil, die nur aufschreiben und Vergehen an das Amt für öffentliche Ordnung melden, würde Wirkung zeigen. Wenn es sich herumspricht, dass man von der Stadt Strafzettel bekommen hat, könnte sich nachhaltig etwas ändern. Sind uniformierte Beamte im Einsatz fährt man natürlich heute weiter um morgen wieder im Halteverbot zu parken. Für Kontrollen inklusive Verkehrszeichenänderungen mit mehr Halteverboten und Einschränkung der Haltemöglichkeiten durch Poller hat sich der Bezirksbeirat am 17. März ausgesprochen. Ein vor Jahren geforderter Zebrastreifen wurde wegen zu geringem Fahrzeugverkehr und der Bushaltestelle von der Stadt abgelehnt. Teilweise wurden die kürzlich gewünschten Maßnahmen schon umgesetzt.
Fakt ist, die Verkehrssituation mit den Elterntaxis rund um die Filderschule muss sich zugunsten der Schulwegsicherheit ändern.





