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Überraschende Spenden
von julian keller
"Wunder gibt es immer wieder" - für Schlagerfans eine bekannte Hymne. Mit diesem Song belegte Katja Ebstein 1970 beim Eurovision Song Contest in Amsterdam den dritten Platz. Wunder ganz unterschiedlicher Art gibt es auch in Degerloch immer wieder, wenn Firmen nach langer Präsenz unseren Stadtbezirk verlassen. Im Gegensatz zur Geschäftseröffnung vor Ort, bei der sie sehr offen und interessiert mit den lokalen Medien kommunizieren, zeigen sie sich meist bei Wegzug oder Geschäftsaufgabe ziemlich reserviert. "Wir geben Ihnen Bescheid, wenn wir es für den richtigen Zeitpunkt halten", heißt es dann oft, sofern man überhaupt kommuniziert. Heimlich, still und leise verlassen die meisten unseren Stadtbezirk.
Aber wie bereits erwähnt, Wunder gibt es immer wieder. Die Firma "Bubeck - rund ums Wohnen", hat Ende Mai offiziell ihren Standort in der Epplestraße geschlossen. "Die schwierige Personalsituation und das Alter unseres Seniorchefs Klaus Münzinger haben uns nach 25 Jahren vor Ort zu dem Schritt bewogen", sagen Inhaberin Maren Renner und ihr Kollege Tilo Mangold, die sehr offen über die Schließung vor Ort kommunizierten. Zum Dank an unseren Stadtbezirk verabschiedete sich das Fachgeschäft in der Epplestraße nach 25 Jahren sehr stilvoll mit einer Spende von 2500 Euro an "Degerloch hilft". "Eine sehr schöne und außergewöhnliche Geste, sich so zurückzuziehen", sagt Stefan Rockenstein, selbst Unternehmer und Vorstand des gemeinnützigen Spendensammelvereins. "Wunder gibt es immer wieder, heute oder morgen können sie geschehn": In diesem Fall war es zwar eher gestern - aber trotzdem großes Kompliment für dieses Abschiedsgeschenk an Degerloch.
Ein Wunder kommt selten allein. Nach der überraschenden Spende der Firma Bubeck entpuppte sich auch der "2. Degerlocher Kunstspaziergang" als finanzieller Segen für "Degerloch hilft". Nicole Rubbe, die seit über 20 Jahren in Degerloch lebt und mit ihrem Mann eine international tätige IT-Firma führt, nahm zum ersten Mal an der örtlichen Veranstaltung teil. In ihrem "Atelier am Teich" im Silberpappelweg arbeitet die Künstlerin, die in einem kunstorientierten Elternhaus aufgewachsen ist, vorwiegend figürlich mit Holz. Aus dem Verkauf der Skulpturen und den Fotos von Dirk Rodewoldt, vorwiegend Naturaufnahmen in schwarz-weiß, haben die beiden großzügig gespendet. "Wir freuen uns, dass uns bei der ersten Teilnahme am Kunstspaziergang so viele Gäste besucht haben. Am Ende konnten wir 2000 Euro für 'Degerloch hilft' spenden, die für die Erneuerung von Defibrillatoren im Stadtbezirk eingesetzt werden", sagt Nicole Rubbe.
Der Juli - ein Überraschungsmonat für "Degerloch hilft".
Foto:
Maren Renner + Tilo Mangold (oben)
Nicole Rubbe + Dirk Rodewoldt (unten)

