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Ende einer kurzen Ära
Marco-Oliver Luz wollte bis zum Eintritt in die Rente Bezirksvorsteher von Degerloch bleiben. Die Auswirkungen seiner Covid-Erkrankung machen eine Fortsetzung seiner Tätigkeit allerdings unmöglich - nach lediglich drei Jahren muss er sein Amt niederlegen. Das hat er am Mittwoch, den 30. November bekanntgegeben. Luz wechselt krankheitsbedingt im Januar in das Referat Soziales und gesellschaftliche Integration.
Fabian Mayer, Erster Bürgermeister: "Wir bedauern es, dass Marco-Oliver Luz sein Amt in Degerloch nicht mehr so mit Leben füllen kann, wie er sich es vorstellt. Für die in Degerloch geleistete Arbeit möchte ich mich herzlich bedanken. Ich freue mich, dass sich Herr Luz nun an anderer Stelle der Verwaltung für die sozialen Belange der Stadt einsetzen kann. Die Stelle des Degerlocher Bezirksvorstehers wird noch dieses Jahr ausgeschrieben und im kommenden Jahr neu besetzt."
Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales: "Ich freue mich, dass wir Herrn Luz eine interessante Stelle in der Abteilung Integrationspolitik anbieten können. Wir sind sicher, dass er hier seine langjährige Verwaltungserfahrung in der Integrationsarbeit und im Umgang mit geflüchteten Menschen gut einsetzen kann."
Marco Oliver Luz, Bezirksvorsteher Degerloch: "Mir ist in meinem Berufsleben noch nie etwas so schwergefallen, wie nun Degerloch verlassen zu müssen, auch wenn ich weiß, dass es für meine Gesundheit und die Zukunft des Stadtbezirks die einzig vernünftige Lösung darstellt. Es war mir eine große Ehre und ein großes Glück in meinem Berufsleben, Bezirksvorsteher von Degerloch gewesen sein zu dürfen.“ Er beschreibt sich als Mensch „der sich jeder Aufgabe mit Herzblut und vollem Engagement stellt – ein Bezirksvorsteher, der in seinem Stadtbezirk etwas bewirken und entwickeln möchte, schafft dies nicht in einem Nine-to-five-job. Degerloch hätte es nicht verdient, einen Bezirksvorsteher zu haben, der lediglich reguläre Arbeitszeiten leisten kann, an Abend- und Wochenendveranstaltungen nicht teilnehmen und kaum mehr Kraft für die Entwicklungen über dem Status quo in all den vielfältigen Aufgabengebieten aufbringen kann."
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Degerlocher Bezirksrathaus werden ihren Chef aufgrund seiner freundlichen, fürsorglichen, leidenschaftlichen und kompetenten Arbeitsweise ebenso vermissen wie viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, die mit ihm zu tun hatten. Julian Keller

