Ortsgespräch

von Ingo Kluge

Wer traut sich?

Noch ist offen, wer in die engere Wahl um die Nachfolge von Bezirksvorsteherin Brigitte Kunath-Scheffold kommt. Nach den Sommerferien beginnt die Vorstellung in den Gremien.

Noch hält die Stadt dicht, aber nach den Sommerferien dürfte bekannt werden, wer sich für das Amt des zukünftigen Bezirksvorstehers von Degerloch beworben hat. Ob Mann oder Frau - man darf gespannt sein, wer sich traut, die Nachfolge von Bezirksvorsteherin Brigitte Kunath-Scheffold (Bild) anzutreten, die Ende des Jahres in Ruhestand geht. Laut unseren Informationen gehören mehr als drei Bewerber zu den Kandidaten.

Die Planspiele im Hintergrund haben längst begonnen, wer unseren Stadtbezirk in die Zukunft führen könnte. Wer ist geeignet, wer gehört welcher Partei an, wie alt sind die Personen, die infrage kommen, und inwieweit erfüllen sie das Profil, das die Stadt in ihrer umfangreichen Stellenbeschreibung im Stuttgarter Amtsblatt veröffentlichte? Wenn Sie die Arbeit von Kunath-Scheffold genau beobachtet hat, müsste das Anforderungsprofil in etwa aussehen, wie nachstehend ersichtlich. Um die Entwicklung von Degerloch in den Bereichen Infrastruktur, Verkehr, Wohnungsbau, Modernisierung der Sport- und Freizeitgebiete fortzusetzen, braucht es keinen Amtsverweser oder reinen Verwalter, wie das in manch anderen Stadtbezirken der Fall ist.

Nach der Ära von Josef "Jupp" Miller, der im Stadtbezirk sehr geschätzt wurde und parteilich fixiert war, legte seine unabhängige Nachfolgerin einen neuen Führungsstil an den Tag. Mit dem Gemeinwohl im Auge entwickelte sie zahlreiche Ideen, die sie zielstrebig und leidenschaftlich verfolgte. Und wenn es nicht so lief, wie es ihren Vorstellungen entsprach, konnte sie oft ihr parteiübergreifendes Netzwerk in Anspruch nehmen, das ihren Plänen hilfreich zur Seite stand.

Seit der Übernahme der Amtsgeschäfte in Degerloch mit dem neuen Standort der Freiwilligen Feuerwehr und der Umwandlung des autonomen Jugendhauses in das betreute Kinder- und Jugendhaus Helene P. bis zur Fertigstellung des Evangelischen Gemeindehauses am Agnes-Kneher-Platz kann Brigitte Kunath-Scheffold auf eine beachtliche Bilanz an realisierten Projekten zurückblicken. Diese Leidenschaft für Projektentwicklung sollte eine wichtige Rolle spielen, wenn die Stadt die Stelle für ihre Nachfolge ausschreibt. Denn wie bereits erwähnt - eine amtsverwesende Person, die lediglich verwaltet und moderiert, kann einen exponierten Stadtbezirk wie Degerloch nicht in die Zukunft führen.

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