Ortsgespräch

von Stephan Hutt

Spannendes Finale

Von anfänglich elf Kandidaten gehen mit Stephanie Reinhold und Marco-Oliver Luz nur noch zwei in die Endausscheidung um den neuen Bezirksvorstand von Degerloch. 

Am Donnerstag, den 7. November wird der Stuttgarter Gemeinderat über die Nachfolge von Bezirksvorsteherin Brigitte Kunath-Scheffold entscheiden, die zum Jahresende nach 20-jähriger Tätigkeit in Degerloch in den Ruhestand geht. Zuvor hat der Bezirksbeirat ein eindeutiges, aber überraschendes Votum gefällt. Marco-Oliver Luz (Bild li.) aus dem Stuttgarter Sozialamt erhielt acht Stimmen, drei fielen auf Stephanie Reinhold (Bild re.), stellvertretende Bezirksvorsteherin von Plieningen/Birkach, der Bewerber aus einem regionalen Hauptamt ging dagegen leer aus.

Die Endausscheidung vor dem Gemeinderat wird zu einem Zweikampf, denn der Kandidat mit null Stimmen hat seine Bewerbung zurückgezogen. Sowohl Stephanie Reinhold (43) als auch Marco-Oliver Luz (43) brennen auf die Tätigkeit, das Amt von Brigitte Kunath-Scheffold zu übernehmen. Beide erwiesen sich bei ihrer Präsentation im Gemeinderat kompetent in örtlichen Angelegenheiten rund um Verkehrskonzeption, neues Bürgerzentrum, Umgestaltung Agnes-Kneher-Platz, Vollanschluss Gewerbegebiet Tränke sowie der Parkplatzsituation in Degerloch. Sowohl Reinhold als auch Luz betonten zudem, "dass sie auf eine langfristige Tätigkeit in Degerloch brennen".

Dass die Entscheidung des Bezirksbeirates so unerwartet ausfiel, lag nach Meinung einiger Gremiumsmitglieder daran, dass Stephanie Reinhold ihre Parteizugehörigkeit zu den Grünen, ihre Kandidatur für den Bundestag, ihre Aktivitäten im Kreisverband Esslingen sowie ihre Funktion als stellvertretende Delegierte im Länderrat erst auf Fragen aus dem Gremium transparent machte. Somit konnte die Diplom-Verwaltungswirtin (FH) nur die Stimmen der Bezirksbeiratsfraktion der Grünen für sich verbuchen, während alle anderen Parteien ihr Votum für den parteilosen Marco-Oliver Luz abgaben, der ebenfalls Diplom-Verwaltungswirt (FH) ist und als Stadtverwaltungsdirektor bereits solide Führungserfahrung gesammelt hat.

Man darf gespannt sein, ob das städtische Gremium dem Bezirksbeirat in seiner Entscheidung folgen wird, denn das Abstimmungsergebnis aus Degerloch gilt lediglich als Empfehlung für die Wahl am 7. November. An diesem Donnerstag wird neben vorzeitigen Absprachen der Parteien auch die Tagesform der beiden Kandidaten eine nicht unwesentliche Rolle spielen.

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