Ortsgespräch

von Felix Reiser

Innovatives Projekt

In der letzten Sitzung des Bezirksbeirates stand der Bebauungsplan "Laden und Café am Haigst" auf der Tagesordnung.

Bis ins kleinste Detail geht Reiner X. Sedelmeier sein Projekt an, das unter dem Arbeitstitel "Nahversorgung Haigst" seit längerem im Gespräch ist. Perfektionistische Planung und Umsetzung ist für den Investor der innovativen Neubebauung zwischen Alter Weinsteige und der Straße "Auf dem Haigst" gegenüber des Santiago-de-Chile-Platzes Voraussetzung für erfolgreiches Gelingen. Das hat er mit seiner Kommunikationsagentur Kom, die in der ehemaligen Villa Epple ansässig war und inzwischen unter dem Namen diva-e in den Fasanenhof umgezogen ist, über viele Jahre bewiesen.

Sedelmeier hat das 350 Quadratmeter große Grundstück am Haigst inzwischen von der Stadt erworben und beschäftigt sich intensiv mit seinem Konzept, das "komplett grün sein wird". Das stand schon fest, als nach der Einweihung des Santiago-de-Chile-Platzes der Gedanke seinen Lauf nahm, das Areal mit dem von Jusf Bati bewirtschafteten Gebäude "Feinkost auf dem Haigst" zu erwerben und durch ein moderne Architektur zu ersetzen. "Das Konzept beinhaltet einen etwa 100 Quadratmeter großen Laden im Erdgeschoss zur Nahversorgung auf dem Haigst, ein Café im Obergeschoss sowie öffentliche Toiletten mit Lagerräumen im Kellergeschoss", erläutert Sedelmeier das Baumodell, das später ein Anziehungspunkt aus nah und fern werden soll.

Das Baukonzept ist eine Sache. Für den Investor ist aber auch ein anderer Aspekt von Bedeutung: "Ich verfolge ein nachhaltiges Konzept. Das Gebäude soll modern, barrierefrei und energiefreundlich sein und ein Angebot aus guten und gesunden Produkten, sowohl im Laden als auch im Café präsentieren", sagt der Diplom-Betriebswirt. Seine Planung passt gut in die Gesamtsymbiose von Haigstkirche, Santiago-de-Chile-Platz und der anvisierten Neugestaltung der gegenüberliegenden Zacke-Haltestelle. "Eine spannende Sache", sagt Sedelmeier, der seit fast 20 Jahren am Haigst lebt und die Bedürfnisse der Bürger des Degerlocher Stadtteiles kennt. Bis alles in die Gänge kommt, wird es allerdings noch etwas dauern. "Ich rechne mit einem Baubeginn in ein bis zwei Jahren", erwähnt der Investor, der aber noch eine andere Aufgabe lösen muss, denn damit steht und fällt die Erfolgsbilanz seines Projektes - dem richtigen Betreiber.

Der Bezirksbeirat hat in seiner Sitzung am 26. November dem Projekt zugestimmt - und zwar einstimmig. Wichtig war dem Gremium, dass die Belange der Nachbarschaft berücksichtigt werden sowie die Realisierung öffentlicher Toiletten. Die Nahversorgung auf dem Haigst dürfte somit für die Zukunft gesichert sein.

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