Ortsgespräch

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von Stephan Hutt

Geehrter Unternehmer

Als Geschäftsmann hat Eduardo Garcia schon reichlich Spuren hinterlassen. Unabhängig davon engagiert sich der Degerlocher Unternehmer für Integration und interkulturelle Verständigung.
Eduardo Garcia

Wenn es darum geht, seine Meinung zu sagen, hat er sich nie zurückgehalten. Das weiß man beim VfB Stuttgart und ebenso bei den Stuttgarter Kickers, der kleinen Konkurrenz auf Degerlochs Höhen. Beide Vereine haben Eduardo Garcia sehr viel zu verdanken. In der Not ist er bei den Roten jenseits des Neckars als Hauptsponsor eingestiegen, die Profis der Blauen haben über zehn Jahre das Logo seiner Produktmarke „Gazi” auf der Brust getragen.

„Ich bin seit Jahren Stammgast bei den Heimspielen der Roten und Blauen. Kurzum: ich bin ein Stuttgarter Fußballfan – durch und durch”, sagt Garcia, der die Marke Gazi kreiert und aufgebaut hat. Gazi steht für Milch- und Käseprodukte, die der Degerlocher Unternehmer einst für türkische Mitbürger in Deutschland entwickelte. Zu der türkischen Bevölkerung gibt es aber noch andere Verbindungen.

Im Jahr 1999 war ein verheerendes Erdbeben in der Türkei der Anlass zur Gründung der Gazi-Kinderstiftung. Auf Initiative von Garcia wurde eine Organisation aus der Taufe gehoben, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Kindern in Not Hilfe zu leisten. „Neben Soforthilfe in Krisenfällen, liegt der Schwerpunkt auf langfristigen Projekten, die durch Mittel der Garmo AG und durch Spenden Dritter unterstützt werden”, erklärt der Stiftungsgründer und Chef der Garmo AG.

Für Projekte wie die Gazi-Stiftung oder auch „Fußball trifft Kultur” wurde Garcia, der früher die Waldschule in Degerloch besuchte, im Frühjahr von Winfried Kretschmann ausgezeichnet. „Ich möchte Sie in Anerkennung Ihrer Verdienste um die Integration und die interkulturelle Verständigung sowie für Ihr vielfältiges ehrenamtliches und gesellschaftliches Engagement im sozialen und sportlichen Bereich mit unserem Landesorden auszeichnen”, stand in dem Schreiben des Ministerpräsidenten.

Garcia hatte immer ein Herz für Kinder und Menschen in Not. Aber auch für Fußballvereine, die ohne seine Zuwendungen in Not geraten wären.

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