Ortsgespräch

von Felix Reiser

Die neuen Ritterleut

Vorausgesetzt, mit den Genehmigungen geht nichts mehr schief, wird die Pilsstube Ritter am Freitag, den 8. Juli von Hoffeld-Wirt Rüdiger Spahr nach der Ära von Bruno und Sabine Hermle neu eröffnet.

Seitenwechsel, diesen Begriff kennt jeder Fußballfan. Seitenwechsel heißt es demnächst auch für Bruno und Sabine Hermle, wenn Sie den Ritter besuchen. Dann haben Rüdiger "Rü Spahr" und seine Lebenspartnerin Petra Stuber, die früher als Gäste in der Kneipe am Albplatz verkehrten, die Seiten ebenfalls gewechselt und den Platz hinter der Theke eingenommen. "Wir freuen uns auf die neue Aufgabe, die eine gute Ergänzung zum Vereinslokal SV Hoffeld und dem Kiosk im Waldheim Degerloch ist", sind sich die beiden einig.

Aber hallo, da war doch noch was. "Das Vereinslokal des HTC geben wir zum Beginn der Sommerferien schweren Herzens auf. Wir haben uns bei dem Hockey-Verein sehr wohl gefühlt und hatten ein gutes Publikum, aber es war organisatorisch mit den anderen Aufgaben nicht vereinbar", sagt Rüdiger Spahr, den alle nur "Rü" nennen. Mindestlohn und Arbeitszeitbegrenzung für Aushilfskräfte sind weitere Gründe für den Ausstieg bei den Hockey-Freunden.

Eine Schank-Kneipe, die man ohne Personal stemmen kann, war schon immer so eine Art Wunschtraum von Petra Stuber, die erste gastronomische Erfahrungen mit einem eigenen Lokal in der Stadt sammelte, bevor sie in Degerloch das Hoftäle übernahm. Es folgten die gemeinsamen Jahre mit "Rü" im Hoffeld und beim HTC, bevor jetzt eine neue Arä anbricht. "Hermles hatten gute Gäste, wir hoffen, dass der Stamm bleibt und neue Gäste dazukommen. Zunächst werden wir alles wie gewohnt weiterführen", sagt die 55-Jährige. Das betrifft auch die Öffnungszeiten ab der Neueröffnung am Freitag, den 8. Juli.

Das Interesse an den neuen Rittersleut ist groß, fast 2500 Personen haben die Berichterstattung auf der facebook-Seite von degerloch.info verfolgt. Und wenn sich der Sommer in den nächsten Wochen auch wirklich sommerlich präsentiert, werden die Gäste im Freien sitzen können und ihr Bier genießen. Mit einem Unterschied zu bisher. "Die Außenberwirtschaftung machen wir per Selbstbedienung", sagt Ritter "Rü", der auch weiterhin Live-Musik anbieten will. Dann wird er Hand anlegen müssen, um die zahlreichen Gäste zu versorgen. So ist das eben, wenn man die Seiten wechselt.

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