Ortsgespräch

von Felix Reiser

Deutschlandweit einzigartig

Die Flüwo Bauen und Wohnen eG hat mit der Gründung einer eigenen Stiftung den sozialen Bereich des Unternehmens ausgebaut. Zum Wohle der Mieter. 

Für die Degerlocher Wohnbaugenossenschaft war 2018 auch auf lokaler Ebene ein bewegendes Jahr. Ein Preisgericht setzte sich mit den Entwürfen der Neubebauung der Gebäude in Degerloch-West auseinander, konnte sich aber bei erst im Dezember bei der zweiten Begutachtung endgültig für eine Variante entscheiden. Außerdem wurde bekannt, dass die Flüwo die drei im Bau befindlichen Gebäude der Wüstenrot Haus- und Städtebau an der Löffelstraße erworben hat.

Damit nicht genug. Mit der Gründung der Flüwo Stiftung im vergangenen Jahr, und dem damit verbundenen verstärkten Engagement im sozialen Bereich, reagierte das Degerlocher Unternehmen auf den demografischen Wandel mit seinen gesellschaftlichen Veränderungen. Denn diese bringen in der Zukunft immer größere Versorgungslücken rund um Wohnen und Leben mit sich.

Die neue Einrichtung ist eine wichtige Säule im Bereich Flüwo-Soziales und mit ihrem Hilfsangebot rund um die Themen Wohnen, nachbarschaftliches Zusammenleben und Quartiersentwicklung deutschlandweit die erste ihrer Art. "Gegründet wurde unsere Stiftung, um gezielt bedürftige Personen zu fördern und finanziell unterstützen zu können. Dies kann zum Beispiel durch eine zeitweise Übernahme von Mietzahlungen oder durch die Finanzierung altersgerechter Umbauten realisiert werden", sagt Nina Weigl vom Stiftungsvorstand (Bild).

Neben bedürftigen Einzelpersonen unterstützt die Flüwo Stiftung auch Kinder-, Jugend- und Senioreneinrichtungen, um die Lebens- und Aufenthaltsqualität in den Wohnquartieren zu stärken. Da die Einrichtung jeweils das ganze Wohnquartier in den Blick nimmt, ist ihre Hilfe nicht nur auf die eigenen Mieter begrenzt. Auch andere Menschen, die Wohnungen bei ehemals gemeinnützigen, kirchlichen, genossenschaftlichen oder kommunalen Wohnungsunternehmen mieten, können sich an die Degerlocher Stiftung wenden. Voraussetzung ist allerdings, dass ein Mietverhältnis seit über 20 Jahren besteht und der Anteil der Miete am verfügbaren Einkommen mindestens 30 Prozent beträgt. Anträge von Einzelpersonen und Einrichtungen in den Quartieren nimmt die Flüwo Stiftung gerne entgegen. Nach Antragstellung wird für jeden Einzelfall geprüft, ob und welche Art der Förderung möglich ist.

"Wir verfolgen eine moderate Mietpreispolitik, die zugleich wirtschaftlich ausreichend ist. Zudem fokussieren wir uns aber auch auf die Bedürftigkeit einzelner Mieterinnen und Mieter. Um diesen eine einzelfallgebundene Hilfe anbieten zu können, haben wir die Stiftung gegründet, die deutschlandweit einzigartig ist", bringt Flüwo-Vorstand Rainer Böttcher, der auch als Vorstand der Stiftung agiert, das neue Projekt auf den Punkt.

Weitere Infos: www.fluewostiftung.de

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