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von Stephan Hutt

Aldi-Beschluss vertagt

Der Bezirksbeirat steht der Ansiedlung einer Aldi-Filiale in der Felix-Dahn-Straße insgesamt positiv gegenüber, hat aber auch seine Befürchtungen. 

Wenn die Zuschauerplätze im Bezirksbeirat komplett belegt sind (Bild), steht in der Regel ein wichtiges Thema auf der Tagesordnung. Das war am vergangenen Dienstag die Aldi-Ansiedlung in der Felix-Dahn-Straße. "Degerloch hat gute Anbieter, was fehlt ist ein Discounter", war die klare Aussage des Vertreters aus dem Hause Aldi-Süd. Frank Schneider von der ARP Architekten Partnerschaft in Stuttgart, die für die Machbarkeitsstudie zuständig ist, brachte die Planung auf den Punkt: "Wir wollen ein umweltverträgliches Gesamtkonzept, bei dem das Gebäude den Verlust an Grünflächen kompensieren muss. Das Ziel ist schließlich ein Mehrwert für den Stadtbezirk Degerloch."

Der Bezirksbeirat stand dem Projekt in einer ersten nichtöffentlichen Sitzung beinahe schon begeistert gegenüber. Das Gremium beurteilt die Aldi-Ansiedlung neuerdings immer noch recht positiv, aber mit etwas kritischer Distanz. "Ich bin heute erstaunt über die Runde nach unserer letzten Sitzung. Es ist ein sehr schlüssiges Konzept, dem ich sehr positiv gegenüberstehe", sagte Bezirksbeirat Thilo Roßberg von der FDP. Man hat sich dann geeinigt, eine Liste von Fragen und kritischen Einwänden zu entwerfen, die mit der Machbarkeitsstudie an die Stadt zur Prüfung weitergeleitet wird. Danach erfolgt eine Beschlussfassung als Empfehlung an den Gemeinderat.

Die allgemeine Sorge der Bezirksbeiräte dreht sich um das enstehende Verkehrsaufkommen. CDU-Sprecher Götz Bräuer hält "das Projekt rational gesehen für eine tolle Sache" während Michael Huppenbauer von den Grünen klarstellt: "80 Prozent von dem Konzept wollen wir, aber wir befürchten ein Verkehrschaos." Deshalb fordert er auch eine entsprechende Untersuchung.

Ulrich Weiss von der SPD regte eine Einbeziehung der Bürger an, sprach aber auch von "einem 0815-Entwurf" und verglich die Planung mit dem Berolina-Haus. Dass da einige den Kopf geschüttelt haben, ist kein Wunder. Das Aldi-Projekt umfasst allenfalls ein Drittel der Fläche des Gebäudes am Albplatz, und einen Entwurf gibt es auch nicht, sondern lediglich eine Machbarkeitsstudie. Uli Demeter von den Freien Wählern brachte die neue Information ein, dass es in der Felix-Dahn-Straße hinter dem heutigen Parkplatz zwei Grundstücke gibt, für die ein Baurecht vorliegt und deren Zufahrt bei dem Aldi-Projekt nicht berücksichtigt wurde. Dieser Aspekt muss jetzt geprüft und - wenn überhaupt möglich - in die Planungen aufgenommen werden.

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Kommentar von Yili |

Also ich finde die Idee mit dem Aldi Projekt sehr gut.

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