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Mammut-Tour

Heidi Sand |

"Yuppie heute hat es geklappt! Im Wallis habe ich meinen 50. Berg in den Alpen mit 4000 Metern geschafft. Ich bin nach wie vor überglücklich und dankbar, dass ich diese Abenteuer unternehmen kann," mailte uns die Bergsteigerin Heidi Sand vor einigen Tagen.

Nach der Eiger-Nordwand im Jahr 2015 setzte sie sich das neue Ziel alle 82 Berge der Alpen in der Schweiz, Frankreich und Italien mit 4000 Metern Höhe zu besteigen. "Viele davon habe ich schon zuvor einige Male bestiegen. Selbst als Kind, dann mit meinen eigenen Kindern und Freunden. Meine Mutter hatte sich zu ihrem 70. Geburtstag gewünscht, nochmal mit mir auf einen 4000er zu steigen. Ich habe sie und meine Tochter auf den Mönch, meinen Hausberg im Berner Oberland, mitgenommen. Drei Generationen am Gipfel - das war ergreifend", sagt die Sonnenbergerin, die in Degerloch in der Epplestraße mit Kolleginnen das Atelier Backstube betreibt.

Die wohl bekanntesten 4000er der "Heidi-Sand-Mammut-Tour" sind das Matterhorn und der Mont Blanc. Auch diese hat sie bereits mehrmals bestiegen. Die bisher längste Besteigung dauerte 16 Stunden und führte sie in den Walliser Alpen über die Gipfel der Mischabelgruppe bei Saas Fee. Dabei absolvierte sie sechs 4000er an einem Tag. Der Abstieg mit 3200 Höhenmetern war allerdings ein sehr belastender Tag für ihre Kniegelenke.

"Weisshorn und Dent Blanche als Winterbesteigung, beide im Wallis, waren die beeindruckendsten Touren. Die Form der Berge spielt für mich eine große Rolle. Der lange ausgesetzte Grat und die ausgedehnten Gletscher sind an einem schönen Sonnentag extrem bezaubernd. Bei einem Sturm können sie allerdings zur Hölle werden", blickt die Extrem-Bergsteigerin auf die ersten 50 Big Points ihrer Mammut-Tour zurück.

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