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Lebensgefahr im Hoftäle

Ecke Reutlinger- und Löwenstraße lehnt sich seit vielen Wochen ein Pfosten mit Verkehrsschildern gemütlich am Gartenzaun an. Es ist aber nicht das einzige schräge Beispiel dieser Art im Stadtbezirk. Haltung bewahrte bis vor ein paar Tagen dagegen ein Schild hinter der Kleingärtneranlage Hoftäle am Rande des Ramsbachtales. Hier war ein richtiger Spaßvogel am Werk, der sich reichlich Arbeit im Sinne der Sicherheit machte. "Baden verboten! Lebensgefahr" stand auf dem übersichtlich gestalteten Schild mit Abbildung eines (Kampf-)Schwimmers im Kraulstil. Das von einem Pfosten blickende Gebilde wird von einem rot-weißen Rettungsring umrahmt, und damit das Ganze nicht nass wird, hat der Spaßvogel auch noch ein Dächlein drübergezimmert.

Das in Heimarbeit gefertigte rot-weiße Kunstwerk, das vor ein paar Tagen leider wieder entfernt wurde, wäre am Neckar, dem Max-Eyth-See und vielleicht auch noch in näherer Nachbarschaft zu Degerloch am Ried- oder Probstsee ganz gut aufgehoben gewesen. An dem mickrigen Bächlein namens Weidach, wo so viel Wasser den Bach runtergeht wie bei einer Toilettenspülung im Vereinslokal der Hoftäle-Kleingärtner, diente es allenfalls als Belustigung der dürftigen Anzahl an Joggern und Spaziergängern, die hier verkehren.

Große Wandergruppen meiden diesen Weg, der über die Weidach führt. Links wie rechts ist er zwar durch Holzbalken geschützt, so dass ein Absturz in das dahinblubbernde Bächlein selbst nach intensivem Zechgelage im Hoftäle-Vereinsheim bei Wirtin Milli eigentlich kaum möglich ist. Sollte sich das Bächlein zu heftigen Regenzeiten aber doch mal zum reißenden Bach entwickeln und mutige Jungalkoholiker einen Kopfsprung vom Balkengerüst in die Weidach wagen, könnte des Spaßvogels Schild plötzlich gar nicht mehr komisch sein. Dann herrscht nämlich wirklich Lebensgefahr.

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