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Ein Mann im Dauerstress

Götz Bräuer hat es derzeit nicht leicht. Der Degerlocher muss den Ortsverein der CDU leiten, als Sprecher die neue Bezirksbeiratsfraktion einschwören, als Vorsitzender des SV Hoffeld den Verein in der Planungswerkstatt Hohe Eiche vertreten und als Vorsitzender des Fördervereins Degerloch mit den Mitgliedern die Zukunft der Alten Scheuer klären. Außerdem ist der im Hoffeld lebende Unternehmensberater auch im Vorstand des Gewerbe- und Handelsvereins Degerloch (GHV) engagiert und so ganz nebenbei noch Ehemann und Vater von drei Kindern.

Ganz schön viel Stress auf einmal - da ist auch "Mister Ehrenamt" froh, wenn sonst alles glatt läuft. Tut es aber nicht. Neben der Alten Scheuer liegt nämlich das Dekanat der Evangelischen Kirche mit der Wohnung von Kerstin Vogel-Hinrichs. Die Dekanin hat sich bekanntlich über angebliche Nachtruhestörungen an Wochenenden aus dem benachbarten historischen Gebäude beschwert, was Bräuers Arbeitspensum durch nächtliche Kontrollgänge zusätzliche Überstunden bereitet. Deshalb hat er den Vorschlag unterbreitet, Bezirksvorsteherin Brigitte Kunath-Scheffold als Mediatorin zur Konfliktlösung hinzuzuziehen. In Gang gekommen ist diese Lösung noch nicht - aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Ob solche Störfeuer eine Rolle spielen, die Alte Scheuer an die Stadt zurückzugeben und das Mitspracherecht des Fördervereins zukünftig in einem Stiftungsrat zu integrieren, kann nicht behauptet werden. Fakt ist aber, das diese Lösung laut Bräuer einige Vorteile bringen würde in Bezug auf Unterhaltskosten, Reparaturen, Investitionen, Lärmbelästigungen und Vermietungen. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Denn bei dieser Lösung würde Folgendes passieren: die Vermietung obläge bei der Stadt, die Preise und die Privatvermietung würden neu geregelt.

Das Vermögen des Fördervereins beläuft sich immer noch auf deutlich über 100 000 Euro - Panik muss deshalb aus finanzieller Sicht noch nicht ausbrechen. "Wir haben Ruhe einkehren lassen", sagt Götz Bräuer zu dem Vorwurf der mangelnden Kommunikation seines Vereins, der intern noch so einiges zu klären hat. Die Probleme mit den angeblichen Nachtruhestörungen gehören auch dazu.

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