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Trotz Problemen - Integration gelungen

Würde es die auffälligen Gebäude am Albplatz und auf der Waldau nicht geben - man könnte glauben, Degerloch wäre bei der Aufnahme von Flüchtlingen unberücksichtigt geblieben. Die neuen Mitbewohner machen sich rar im Ortszentrum und der "Freundeskreis Degerlocher Flüchtlinge" leistet auch ohne einige abtrünnige Ehrenamtliche weiterhin gute Arbeit. Eigentlich könnte man es so auf den Punkt bringen: Man hört und sieht nichts von den Flüchtlingen.

Wenn man die Nachbarn befragt, sieht es zumindest am Albplatz (Bild) etwas anders aus. Anwohner der Helene-Pfleiderer-Straße kamen kürzlich im Bezirksbeirat zu Wort und beklagten sich über massive Ruhestörungen zu nächtlichen Zeiten. Es handelt sich hierbei aber nicht um Erwachsene, die alkoholisiert herumgrölen und laute Musik zum Besten geben, sondern um Kinder und Jugendliche, die sich unbeaufsichtigt bis in die frühen Morgenstunden auf der Straße aufhalten. Zu diesem Zeitpunkt hat sich Einrichtungsleiter Amr Raimann längst in den Feierabend verabschiedet und auch die Polizei ist nicht immer ein Freund und Helfer. Bei einem Anruf der Nachbarn hieß es schlicht und einfach: "Es steht leider kein Einsatzfahrzeug zur Verfügung."

Außer den Mitarbeitern der Unterkünfte und den Ehrenamtlichen stehen aber auch die städtischen Einrichtungen in der Verpflichtung. Das Sozialamt sowie das Liegenschaftsamt als Vermieter der Unterkünfte sollten nach Dienstschluss der Mitarbeiter zumindest gelegentlich die Geschehnisse vor Ort kontrollieren. Schließlich gab auch die Hygiene am Albplatz Anlass zur Kritik, weil der Müll neben den spärlichen Tonnen entsorgt wird und somit reichlich Ungeziefer anzieht. Dass einige der 70 Kinder keinen Kiga-Platz erhalten haben, ist ein weiterer Punkt, an dem es anzusetzen gilt. Wie man sieht und hört: Die Integration der Flüchtlinge ist gelungen in Degerloch, aber an verschiedenen Problemzonen muss nachgebessert werden.

So gesehen

Ihr Zack!

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Kommentar von R.W.Tripps |

Zu dem Beitrag "Trotz Problemen - Integration gelungen" - vom 30.6.2017

Wir sollten mit den gewaltigen Irrtümern und Auswirkungen der absolut verfehlten merkelschen Flüchtlingspolitik bzw. deren unabsehbaren, nachhaltig negativen Folgen richtig umgehen, aber wieder werden die Tatsachen minimiert und so lange verdreht und "schön" geschrieben (nicht nur in diesem Degerlocher Medium), bis sie wieder ins verzerrte Wunschbild von EINIGEN WENIGEN passen. Der Name dieses gefährlichen Phänomens lautet: Kognitive Dissonanz.

Rainer Tripps

Kommentar von Rolf Zimmermann |

Zu dem Beitrag "Trotz Problemen - Integration gelungen" - vom 30.6.2017

Herr Tripps, wo haben Sie eigentlich keine Probleme? Ihnen kann es scheinbar keiner recht machen.

Rolf Zimmermann

Kommentar von R.W.Tripps |

Zu dem Beitrag "Trotz Problemen - Integration gelungen" - vom 30.6.2017

Das ist ihre Sichtweise, Herr Zimmermann. Diese respektiere ich, das Gleiche erwarte allerdings auch von ihnen. Wenn man aber dieses Thema nicht als Problem sieht und einstuft, muss man schon ziemlich unbedarft sein.

Rainer Tripps

Kommentar von Rolf Zimmermann |

Zu dem Beitrag "Trotz Problemen - Integration gelungen" - vom 30.6.2017

Ich bin nicht unbedarft, Herr Tripps. Ich stehe mit beiden Beinen im Leben, habe lange Jahre ein oder mehrere Ehrenämter ausgeübt. Ich bin mir sicher, dass man dann solche Kommentare, die Sie immer loslassen, als störend empfindet. Es sind alles nur Menschen, die man in verschiedenen Dingen kennenlernt. Ich werde auf eine Antwort, die Sie sicher loslassen, nicht mehr schreiben. Ich schätze Sie als Egoist ein.

Rolf Zimmermann

Kommentar von R.W.Tripps |

Zu dem Beitrag "Trotz Problemen - Integration gelungen" - vom 30.6.2017

Ja, Herr Zimmermann, Leuten wie ihnen muss man einfach antworten. Was ist denn das für ein erbärmlicher, kindischer und doch nichts sagender Response gewesen? Wenn sie mich als Egoist sehen, dann erlaube ich mir, sie als kleinkariert bzw. provinziell einzustufen. Danke für nichts (Spruch von ihrem SPD-Parteispezel Kahrs).

Rainer Tripps

Kommentar von Otto Steiner |

Zu dem Beitrag "Trotz Problemen - Integration gelungen" - vom 30.6.2017

Herr Tripps,
Egoismus dient auch als versteckter Vorwurf, wenn wir für andere nicht angepasst genug, ja unbequem, sind.
Insofern erfordert es Mut und Courage, den eigenen Weg zu gehen. Es wirkt auch wie der Versuch, eine Diskussion zu beenden, die einem nicht passt. Man muss sagen dürfen, dass es Probleme gibt. Seine Meinung frei zu äußern, sich für etwas einzusetzen, Kante zu zeigen, das sind alles Attribute, die nicht leicht sind, sich aber lohnen. Herr Tripps bleiben Sie kritisch!

Otto Steiner

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